Geldanlage-Trends: Deutsche wertschätzen Immobilien

Geldanlagen mit hohem Risiko, etwa Aktien und Fonds werden zunehmend unbeliebter bei deutschen Anlegern, während konservative Formen weiter an Popularität gewinnen. Dies ermittelte eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

Das Marktforschungsunternehmen GfK befragte 950 Deutsche nach ihren Vorlieben in Sachen Geldanlage. Demnach würden 46 Prozent der Deutschen eine größere Summe am ehesten in Immobilien investieren, damit ist „Betongold“ noch gefragter als noch vor einem Jahr. 2011 wollten bei einer ähnlichen Umfrage nur 17 Prozent ihr Geld in Häuser und Wohnungen anlegen. Vor allem das geringe Risiko beim Bau oder Kauf von Immobilien würde verstärkt Menschen motivieren, auf diese Form der Geldanlage und Altersvorsorge zu setzen. Im Rahmen der Umfrage gaben 86 Prozent der Männer und 96 Prozent der Frauen an, dass sie in Sachen Geldanlage nicht bereit seien, ein Risiko einzugehen. Zu einem niedrigen Anlagerisiko kommt der Vorteil, dass Immobilien ihren Wert über viele Jahre beibehalten oder gar steigern können. Auf Platz zwei der beliebtesten Geldanlagen findet sich das Festgeld, auch diese Geldanlage erhielt starken Zuwachs, auf dem dritten Platz findet sich das Tagesgeldkonto. Bisherige Lieblinge von Anlegern wie Gold, Fonds oder Aktien landeten abgeschlagen auf den weiteren Plätzen.

Investition in Immobilien bietet viele Vorteile

Immobilien stellen Sachwerte sowie eine langfristige Anlageform dar, die verlässlich Erträge einbringt, das Risiko ist in der Regel eher gering. Dank niedriger Zinsen ist der Zeitpunkt für den Bau oder Kauf einer Eigentumswohnung oder Hauses derzeit ideal. Um auch in vielen Jahren noch von der aktuellen Zinslage zu profitieren, sollten Anleger den Zins festsetzen lassen. Doch niedrige Zinsen sind nicht alleinig ausschlaggebend für einen Anbieter, Verbraucherschützer raten zum Vergleich mehrerer Kredit-Angebote und zum Durchrechnen verschiedener Modelle. Besonders, wenn die Immobilie fremd vermietet werden soll, muss gut kalkuliert werden. Genügen die Mieteinnahmen für die Tilgung des Kredits sowie der Zinsen sowie dem Aufbau von Rücklagen? Ist ausreichend Erspartes vorhanden, um Mietausfälle abzufedern? Auch die steuerliche Belastung durch eine Immobilie ist nicht zu vernachlässigen. Wer Haus oder Wohnung selbst nutzen möchte, geht zwar ein geringeres Risiko ein, sollte dennoch die finanzielle Zukunftsplanung nicht außer Acht lassen. Besonders die nächsten zehn Jahre, meist der Zeitraum der Zinsbindung, sollten gut planbar sein.