Mietrechtsreform: Bei Rückstand der Mietkaution sofortige Kündigung möglich

Mietrechtsreform 2013

Voraussichtlich im Mai dieses Jahres wird die Mietrechtsreform in Kraft treten. Diese soll vor allem die Rechte der Vermieter stärken, etwa, um energetische Sanierungen durchzuführen oder säumige Mieter schneller kündigen zu können. Eine wichtige Änderung betrifft außerdem die Mietkaution.

Nachdem die Reform bereits den Bundestag passiert hat, soll das Mietrechtsänderungsgesetz voraussichtlich im Mai in Kraft treten. Dann müssen Mieter etwa Baulärm und andere unangenehme Maßnahmen, die mit einer energetischen Sanierung einhergehen, länger dulden, Mietminderungen sind erst nach einigen Monaten der Baumaßnahmen möglich. Für Neumieter ist jedoch vor allem die geänderte Regelung zur Mietkaution interessant. So enthält das neue Gesetz eine Fälligkeitsregel, nach der Kautionsraten nicht mehr unbegrenzt aufgeschoben werden können. Beträgt der Rückstand die Höhe von mindestens zwei Nettokaltmieten, darf der Vermieter dem Mieter fristlos kündigen; eine Abmahnung ist nicht erforderlich. Jedoch gilt auch eine Übergangsregelung, demnach darf der Paragraf § 569 Abs. 2a BGB nicht auf Mietverhältnisse angewendet werden, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes geschlossen wurden. Hintergrund: Mieter haben das Recht, die Mietkaution in insgesamt drei gleich hohen Raten zu bezahlen, die erste Rate muss zum Einzugsdatum oder Beginn des Mietvertrages geleistet werden.

Kautionskassen bürgen für Mietkaution

Die Kaution ist eine Sicherungsleistung für den Vermieter, um Mietausfälle oder Schäden an der Wohnung abzufangen, sie ist jedoch nur fällig, wenn sie vertraglich im Mietverhältnis vereinbart wurde. Sie darf maximal das Dreifache der Kaltmiete betragen. Bei ständig steigenden Mietpreisen steigt auch die Kaution, Viele können sich diese nicht mehr leisten, oftmals wurde das letzte Ersparte bereits für den Umzug oder neue Möbel ausgegeben. Doch niemand muss die Kündigung fürchten, denn mit der Mietkautionsversicherung, auch als Kautionsbürgschaft bezeichnet, haben Mieter eine echte und vor allem günstige Alternative zur kreditfinanzierten Kaution. Sie hat sich in den letzten Jahren immer stärker durchgesetzt, ähnlich einer Versicherung schließt der Mieter einen Vertrag über die Höhe der Mietkaution, anschließend zahlt er monatlich einen geringen Betrag, bis die Bürgschaft abgelöst werden kann. Vor allem die niedrigen Zinsen sowie die hohe Flexibilität, so kann der Vertrag jederzeit gekündigt werden, überzeugen. Zudem schont eine solche Bürgschaft auch die Kreditlinie, da die Gelder von einer Kautionskasse und nicht der Hausbank zur Verfügung gestellt werden. Auch noch nach einem Umzug kann der Antrag gestellt werden, um zusätzliches Bargeld für weitere Anschaffungen zu bekommen. Doch wie beim klassischen Ratenkredit, gilt auch bei Kautionskassen: Vergleichen lohnt sich.